Markus Machauf
Schreinerei
Badberg 9
D-89335 Ichenhausen (Germany)
Tel. 08223-1234 oder 08223-798079

SCHREINER-STORIES ...... zum Schmunzeln.

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Kein Schreinerlatein!

Was Sie hier lesen hat sich wirklich zugetragen.
Kein Einlass!
Baustelle XY-Bank in Ichenhausen, morgens 8 Uhr.
Die Schreiner wollen auf die Baustelle. Der Chef läutet.
Wer da?
Machauf die Antwort von draußen.
Der Lehrling an der Sprechanlage läßt dies nicht gut sein und frägt noch einmal: Wer da?
Wieder die Antwort: Machauf.
Der Lehrling frägt den Bankdirektor was er machen soll, weil da einer rein will, seinen Namen nicht sagt außer mach auf!
Gemeinsam betätigen sie nochmal die Sprechanlage.
Der Bankdirektor und der Schreinermeister wußten natürlich längst was da los ist.
Der Lehrling versuchts nochmal: Wer da?
Mach auf antwortet der Schreiner von draußen diesmal überspitzt.
Da kann der Bankdirektor sein Lachen nicht mehr zurückhalten und klärt den Lehrling auf:
Der da draußen kann nichts anderes sagen – der heißt Machauf und ist der Schreiner am Ort.
Der Heimwerker.
Einen anderen Kunden trafen wir in München an.
Diesmal der Typ: Mithilfe machts billiger.
Wir hatten für diesen Kunden eine Einbauküche gefertigt und bauten diese auf.
Als schon fast alles fertig war bot er seine Hilfe an er wollte die Möbelgriffe anbringen.
Wir hatten zu diesem Zweck eine Bohrschablone dabei mit der man die verschiedenen Lochabstände richtig bohren konnte.
Zum allgemeinem Verständnis muß ich erwähnen, daß diese Schablone 3 Löcher für große und kleine Griffe hatte.
Er legte also los, packte den original verpackten Akkuschrauber aus und bohrte die Löcher an allen Türen und Schubladen der neuen Küche.
Als er den ersten Griff angeschraubt hatte und uns fragte, für was die übrigen Löcher eigentlich wären, merkte ich was er da angerichtet hatte.
Sämtliche Türen hatten jetzt unter den Griffen ein zusätzliches Loch!
Ja verdammte S.....!!!! Alle Türen kaputt!
Aber er hatte die Lösung: Ihr habt doch sicherlich den passenden Kitt.
Wir hatten und haben nichts mehr dazu gesagt und ließen Ihn machen.
Reklamationen gab es deswegen nie und wenn mir heute einer mithelfen will erzähle ich Ihm diese Geschichte.
Die meisten lassens dann doch, oder fragen vorher wie es geht.
Ohne Chef läuft gar nix!
Immer wieder ´mal trifft man auf Kunden die alles besser wissen, am besten selber machen und uns (in Wort und Anwesenheit) nur bei der Arbeit behindern.
Folgendes passierte bei einem Handwerksmeister....
Wir sollten bei diesem Herrn Türen setzen.
Als wir auf der Baustelle ankamen, sahen wir, daß die Tür offen war also gingen wir sofort an die Arbeit.
Was zu tun war hatte man mit dem Bauherrn ja schon besprochen.
Stunden später war die Arbeit fertig, doch es gab noch eine Rückfrage wegen einer Kleinigkeit.
Also ging ich nebenan in seine Werkstatt und erklärte was ich wissen wollte.
Bevor der Bauherr meine Frage überhaupt beantwortete kam sofort: Heute können Sie das nicht machen - ich habe heute keine Zeit!
Sein Gesicht hätten Sie sehen sollen als ich ihm sagte: "Alles schon gemacht, wie besprochen!"
Natürlich hat er die Sache sofort kontrolliert und war auch zufrieden mit unserer Arbeit.
Logo!
Panik!
Folgender Vorfall ging mir wirklich auf die Nerven... Wir hatten Einbaumöbel geliefert und auch eine vorhandene Schrankwand aufgebaut. Etwa ein Jahr später rief mich die Kundin an, weil angeblich Holzwürmer in der Schrankwand nagen. Ich dachte ich könne sie beruhigen, da es in einer Spanplatte keine Holzwürmer gibt. Sie nahm mir das aber nicht ab. Jede Woche liegt eine Unmenge Holzstaub an der Hinterkante des Regals. Auf Nachfrage: Was heißt eine Unmenge? Darauf sie ziemlich verzweifelt: Etwa eine halbe Einkaufstüre voll!

Von solchen Mengen hatte ich echt noch nie gehört.....Sogar die Silikonfuge am Boden hinter der Schrankwnd sei schon nahezu aufgefressen! Die reine Verzweiflung!! Das gibt's doch nicht!

So ging das Gespräch ungelogen 40 Minuten weiter. Wir überlegten echt ob man das Bohrmehl bei der Kripo untersuchen lassen könnte.

Um nicht ganz ratlos bzw.untätig vor meiner Kundschaft dazustehen einigten wir uns darauf, daß sie mir einen Fachboden vorbei bringt, damit ich mich von dem Wurmbefall selber überzeugen konnte. Interessehalber habe ich den Fachboden dann über Wochen in Kunststoffolie eingewickelt um zu sehen was passiert. Passiert ist - wie zu erwarten - gar nichts. Holzwürmer in Spanplatten gibt's halt doch nicht. Mit dem Ergebnis war meine Kundin aber nicht zufrieden. Also habe ich mich doch einmal aufgemacht (Sie wohnte immerhin gut 100 km von mir entfernt) um mich von der Sache selbst zu überzeugen. Die Freude war natürlich groß wenn der Schreiner kommt.... Ich war gespannt! Die Unmengen Bohrmehl waren tatsächlich immer noch da. Das konnte man nicht abstreiten. Aber woher kam es? Das Rätsel konnte ich sehr schnell lösen: Im Raum waren Fliesen auf einem Estrich verlegt. Darunter befand sich eine Dämmstoff-Schüttung. Diese Schüttung hatte sich durch das Begehen des Bodens bzw./ Erschütterungen verdichtet und war wenn auch geringfügig nach unten gesackt. Dadurch riß die Silikonfuge im Bereich der Sockelleiste auf und mit jeder weiteren Erschütterung des Fußbodens, wurde Staub aus der Dämmstoffschüttung nach oben geblasen......Das war's. Ohne mich zu loben - die Frau war froh, daß Ihr Schreiner helfen konnte. Ich habe die Silikonfuge erneuert und seitdem keine Klagen mehr gehört.


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Stand Freitag, 29. Januar 2016